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Hippie Central

  • Feb. 11th, 2011 at 3:10 AM
Kalifornien
Mein Vermieter ist ja ein bisschen, sagen wir mal, eigenwillig. Als selbsternannter Vorreiter der Nachhaltigkeitsbewegung und Visionär mit dem festen Glauben an die unmittelbar bevorstehende spirituelle Evolution des Menschen hat er seit Jahren kein Burning Man-Festival ausgelassen und bei Gelegenheit so einprägsame Dinge gesagt wie "...back when I got the Internet started..." (und ich Naivling hatte immer gedacht, das wären die DARPA gewesen)!**
Im Moment arbeitet er auf Hochdruck daran, eine Veranstaltung namens "Deep Green" zu organisieren, die ich mir als so eine Art Ökospiritualitätsravemesse vorstelle und Nachfolger zu seinen Digital Be-Ins. Ein paar Mal die Woche verwandelt sich also das Wohnzimmer in die Organisationszentrale dieses ehrgeizigen Events, ein paar hoffnungsvolle junge Freiwillige(?) rücken an, es werden potentielle Sponsoren, Aussteller, Künstler und Geldgeber umworben, und ganz generell Pläne zur Weltverbesserung geschmiedet. Ich würde Euch ja liebend gerne einen Link zur Veranstaltung mitliefern (und Euch auffordern, am besten gleich Karten zu kaufen, falls Ihr auf sowas steht *hust*), aber leider kann ich beim besten Willen keine entsprechende Website finden. Es scheint, als wären die entsprechenden Projekte alle schon etwas länger nicht mehr auf den neuesten Stand gebracht worden.
Jedenfalls, was ich Euch eigentlich erzählen wollte: letzte Woche, bei einer dieser Organisationssitzungen (ich nehme an, bei der Beratung über die Hallenbelegung), ist ein Zitat gefallen, das ich Euch nicht vorenthalten kann, weil es meiner Meinung besonders schön ausdrückt, dass San Francisco (und speziell dieses Haus :p) wohl immer noch der Nabel der Hippiebewegung ist:

Ich glaube, wir müssen das interaktive Mandala woanders hin tun.

Echt? Das interaktive Mandala? Wow. :D


**
Der Fairness halber sollte ich vielleicht den Kontext erwähnen: Es ging -glaube ich- um die Desktop-Publishing-Zeitschrift, die er in den späten Achtzigern, frühen Neunzigern herausgebracht hat, und die vielleicht wirklichso revolutionär war, wie er sagt; ich kann das schwer beurteilen.

Edit: Das Projekt hat jetzt auch eine Homepage</a>. Mir war ja gar nicht klar, dass das eine Graspromoveranstaltung ist, aber ich nehme an, dass könnte einiges erklären.

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Long Time No See

  • Nov. 23rd, 2010 at 7:09 AM
Kalifornien
Ich weiß, ich weiß. Ich wollte so gerne wieder bloggen, und dann monatelang Funkstille. Und das ist alles Facebook schuld: schnuckelige kleine Updates in praktischer Häppchengröße, und viel Feedback, um mich motiviert zu halten. Dabei aber nur einen Bruchteil des Nährwerts, und dann weigere ich mich ja auch noch, dort Fotos von mir einzustellen. Meh. Das kann doch nicht alles gewesen sein.

Um mir den Wiedereinstieg nicht so schwer zu machen, gibt es jetzt erstmal ein kleines Meme. Und dann könnte ich anfangen, Fotos hochzuladen: diese Woche habe ich ja Thanksgiving sei Dank nur einen Tag Uni, und weil der Großteil meiner neuen Freunde das lange Wochenende wohl bei ihren Familien verbringen dürfte, wohl auch nicht besonders viel Ablenkung. Also, geklaut von Kent auf Facebook:

1. What time did you get up this morning?
A little before 7, even before the alarm.
Der Wecker klingelt normalerweise um 7, aber heute war ich schon früher wach; gestern bin ich schon gegen halb 9 ins Bett gefallen, weil ich am Abend zuvor noch dem Spieleabend so aufgekratzt war, dass ich erst um 2 schlafen konnte, aber am nächsten Morgen der inneren Uhr wegen schon wieder um 7 munter war (an Wochentagen funktioniert sie nie so gut!) -- also hatte ich ein bisschen was nachzuholen.

2. How do you like your steak?
Hier muss ich Kent recht geben:
Anything more than Medium Rare, is just burned beyond recognition
(auch wenn er es mit der Kommasetzung nicht so hat und ich unter Umständen auch noch ein normales medium als eßbar akzeptiere. :p)

3. What was the last film you saw at the cinema?
Sauve qui peut von Godard, zusammen mit Alex aus meinem Viewpoint-Seminar.

4. What is your favorite TV show?
Was aktuelle Sachen angeht, war die zweite Staffel von Bored to Death ziemlich toll. Den bleibendsten Eindruck in Sachen Zitate und endgültige Wahrheiten über Männer, Frauen und das Leben hat vermutlich Coupling hinterlassen.

5. If you could live anywhere in the world, where would it be?
I am rather pleased with San Francisco, but I love Graz and have lost my heart in Düsseldorf.
San Francisco ist schon sehr, sehr toll. Aber ich liebe Graz, und mein Herz schlägt halt in Düsseldorf.

6. What did you have for breakfast?
Coffee and a strawberry smoothie.
Kaffee und einen Erdbeersmoothie.

7. What is your favorite cuisine?
I simply love good food, no matter where it's from.
Ist mir egal, wo's herkommt, Hauptsache gut.



8. What foods do you dislike?
Tinned Mushrooms.
Dosenpilze.

9. Favorite Place to eat?
Es hat mich ja der Steirer noch nie enttäuscht. Aber ein bisschen zu fleischlastig isses da schon. Mein Geheimtipp: der Raffa in Ronsdorf. Und natürlich "echt japanisches" Sushi in Düsseldorf (und auch immer wieder gerne Zuhause und selbstgemacht).




10. Favorite dressing?
Kernöl

11.What kind of vehicle do you drive?
Because drive and ride are the same words in German, my real answer is 'public transport' here. In your weird language, I'll have to say 'nothing'.
ÖPNV :p

12. What are your favorite clothes?
There is that black skirt I really like, and the white wooly jumper with the leather patches (not that I'd wear those together). Also, wool socks are great when the weather is right. I'd love to find a pair of jeans again that would deserve to be a favourite.
Wenn man Kleider auf den Kopierer legen könnte, hätte ich einen riesigen Stapel H&M-Röcke, englische Pullis, Wollsocken und Bundeswehrunterhemden. Und den schwarzen Schal von Ellen und die schwarze Strickjacke, die ich vor fünf Jahren beide in kurzem Abstand in der Bahn habe liegen lassen. :(

13. Where would you visit if you had the chance?
At the moment, I think I'm really getting enough travelling done, but thank you very much.
So wirklich reisefiebrig war ich schon lange nicht mehr. Aber ich komme ja auch genug rum.

14. Cup 1/2 empty or 1/2 full?
Voll natürlich. Blöde Frage.

15. Where would you want to retire?
That is just too far away.
Darüber kann ich nun wirklich noch nicht nachdenken.

16. Favorite time of day?
Around sunset.
Abends, wenn das Licht schräg und golden ist. Und dann danach, wenn die Sterne rauskommen.



17. Where were you born?
Lennep.

18. What is your favorite sport to watch?
I don't watch sports.
So einen Unfug mache ich nicht.

19. Who do you think will not tag you back?
20. Person you expect to tag you back first?
21. Who are you most curious about their responses to this?
Nobody -- it's not like I tagged anybody in the first place.
Keinen -- dazu hätte ich's ja jemandem schicken müssen.

22. Bird watcher?
I haven't encountered that part of nature yet that I could not watch with some fascination. Hey, they even have hummingbirds here!
Es ist ja nicht so, als würde ich nicht so ungefähr allem, was kreucht und fleucht interessiert zuschauen. Hier gibt es sogar Kolibris!

23. Are you a morning person or a night person?
Going to bed late is easier than getting up early, but they are both rewarding.
Ich kann besser lange aufbleiben als früh aufstehen, aber beides ist toll. Wenn ich nicht so gerne schlafen würde, wäre wach sein eigentlich zu jeder Tageszeit schön.

24. Do you have any pets?
Sam.



25. Any new and exciting news you'd like to share?
Watch this space.
Demnächst in diesem Kino.

26. What did you want to be when you were little?
Astronaut and zoo manager.
Astronaut und Zoodirektor.

27. What is your best childhood memory?
Nothing particular, it was all pretty good.
Nichts spezielles, das war alles ziemlich nett.

28. Are you a cat or dog person?
Why do people always ask that? They're both nice. It's not an either-or-decision.
Beide -- wieso sollte man sich entscheiden?



30. Always wear your seat belt?
Natürlich.

31. Been in a car accident?
Blödes Känguruh.

32. Any pet peeves?
Too many to count, really. But gender mainstreaming has to be the one that annyos me most professionally.

33. Favorite Pizza Toppings?
Pineapple and tuna. Or hot peppers, sweet corn and onion. Spinach with heaps or garlic.
Thunfisch-Ananas, was Vegetarisches mit Pepperoni (am liebsten vom Eckhaus!), oder wenn es irgendwo nur "langweilige" Sorten ohne Selberbasteln gibt, dann Spinat mit viel Knoblauch.

34. Favorite Flower?
Mein schnuckeliger kleiner Wasserschlauch. Davon werde ich wohl so bald keinen Blumenstrauß bekommen, hm? Eh besser, Schnittblumen mag ich nämlich gar nicht.

35. Favorite ice cream?
Alles vom Unbehaun. Sonst Pistazie.

36. Favorite fast food restaurant?
Deniz.

37. How many times did you fail your driver's test?
Einmal.

38. From whom did you get your last email?
Das ist reziprok Kent.

39. Which store would you choose to max out your credit card?
Wo immer es Tee, Retro-Einrichtungsgegenstände und Popkultur-T-Shirts gibt.

40. Do anything spontaneous lately?
Saturday night Agricola. (I know. Isn't that sad?)
(And I will not publicly admit that I hugged a tree yesterday.)


41. Like your job?
One day I'd like to have one, yes.
Ich hätte halt irgendwann gerne mal einen, den ich auch mögen kann.

42. Broccoli?
Joah.

43. What was your favorite vacation?
Der schlimmste war ganz sicher Segeln 1997. Brrr.

44. Last person you went out to dinner with?
Does beer with Brandon and cheap pizza with the Agricola-crowd on Saturday count?

45. What are you listening to right now?
British Psychedelia Radio auf last.fm.

46. What is your color?
Olive and orange.



47. How many tattoos do you have?
There is nothing I'd trust myself to still like 10 years down the road.
Ich wüsste nicht, womit ich wirklich für immer rumlaufen wollte.

48. How many are you tagging for this quiz?
Niemanden. Wer will, kann das schon selber kopieren.

49. What time did you finish this quiz?
06:23 auf meinem Computer, 21:23 Ortszeit.

50. Coffee Drinker?
Not religiously.
Gerne, aber nicht immer.

Attractions of times past

  • Oct. 8th, 2010 at 6:44 AM
Kalifornien
Nachdem ich heute einen 10-Stunden-Unitag hatte (mit Pendeln also 13h), schaffe ich es nicht mehr, Euch so viel zu erzählen, wie ich gerne würde (geschweige denn, immer noch die Fotos der letzten zwei Wochen hochzuladen).
Damit ich aber immerhin mal ein paar Browserfenster zumachen kann, werde ich schnell noch ein paar Links los:
San Francisco gehört sicher nicht zu den Orten, von denen ich sagen würde "da möchte ich nicht mal begraben sein". Das ist gut so, denn das könnte ich auch gar nicht: in San Francisco wird niemand begraben. Dazu kommt man nach Colma.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass es hier früher noch cooler war; zumindest 2 großartige Attraktionen habe ich verpasst -- und das sind nur die, die unmittelbar vor meiner Haustür gewesen wären!

Sutro Baths, ein riesiges Jahrhundertwendeschwimmbad mit sieben Becken und einem integrierten Museum. Zumindest die Ruinen habe ich aber unwissentlich schon öfter gesehen:


...nämlich in der Szene aus Harold und Maude in der Harold Maude als vermeintliche "Kommunistin" angreift, um seinem Onkel vorzumachen, dass er für eine militärische Karriere zu gefährlich sei. :)

Mehr hier ab Minute 2:undeinbisschen:



Und zuletzt habe ich auch diesen Spaß verpasst:



Ein Vergnügungspark direkt an "meinem" Strand! :D

They are everywhere!

  • Oct. 5th, 2010 at 11:36 PM
Kalifornien
In San Francisco wimmelt es ja vor Touristen, und so höre ich unterwegs immer mal wieder ein paar Brocken Deutsch; ein schweizer Pärchen im Bus an meinem ersten Tag, Menschen aus absolut überall an der Golden Gate Bridge, ein Rudel Österreicher unten bei den Piers, deutsche Konzertgänger beim Festival am Wochenende... immer mal wieder, hier und da. In welcher Häufung ich aber heute in Berkeley über Deutsche gestolpert bin, das ist schon fast gruselig. :)
Zuerst waren da zwei Jungs beim Krankenversicherungsinfotreffen, die sich lautstark unterhalten haben (ich glaube schon, dass da noch ein, zwei andere Deutsche waren, aber die haben halt nicht geredet und sich deshalb auch nicht verraten ;)). Das war insofern bemerkenswert, als dass die beiden sich glaube ich nicht näher kannten, und der eine dem anderen herzzerreißend sein Leid geklagt hat. "Ich weiß gar nicht, was die hier alle so tun -- die Uni ist gar nicht besser als zu Hause. Von außen voll die schicken Gebäude, und innen ganz vergammelt -- und erst die fiesen Klos! Und der Professor hat auch nur einmal in der Woche für mich Zeit." Äh. Ich weiß nicht, ob ich schon mal irgendwo auf der Welt wirklich nette Uniklos gesehen habe, aber Professoren, die mehr als einen Betreuungstermin in der Woche springen lassen (wenn sie einen nicht gleich nur in der Sprechstunde reinlassen), kann man doch wohl auch in Deutschland getrost mit der Lupe suchen!
(...wiewohl ich ja eines Tages hier noch mal einen Artikel über das amerikanische Klo als solches schreiben muss -- aber professorentechnisch habe ich hier ja sowas von nix zu meckern!)

Als nächstes bin ich auf dem Weg zum Drugstore an einer Buchbinderei vorbeigekommen, vor der ein Wühltisch mit Secondhandbüchern für einen Dollar stand. Daran konnte ich natürlich nicht vorbeigehen, und drinnen musste ich dann noch ein bisschen Smalltalk mit dem Verkäufer machen, weil die handgemachten Notizbücher und all das marmorierte Papier usw. so hübsch waren -- es stellte sich heraus, dass der Inhaber ein waschechter Sachse war -- nach 30 Jahren in Amerika noch völlig unverkennbar. :D
...und wenn Ihr jetzt nicht alle in Protestgeschrei ausbrecht, dann bekommen zumindest ein oder zwei von Euch zu Weihnachten oder zum nächsten Geburtstag so ein Notizbuch, die sind nämlich wirklich total schön.

Ja, und zum guten Schluss bin ich dann beim Drugstore noch über zwei deutsche Au-Pair-Teenager gestolpert (quasi buchstäblich, denn deren Kinder und -wagen waren ständig irgendwo im Weg); das bemerkenswerte daran war aber, dass sie mit den Kindern konsequent Deutsch gesprochen haben. Wie cool -- ich hätte auch gerne ein Zweitspracherwerbskindermädchen gehabt. (Auch wenn es nicht hätte wie eine geklonte Oops-I-did-it-again-Britney mit Minirock und Kniestrümpfen hätte aussehen müssen.)

Man sieht also, unter mangelnder Erinnerung an die Heimat leide ich auch kurz vor Ende meiner zweiten Woche hier nicht. (Und nachdem ich beauftragt worden bin, mich gründlich in die deutsche Politik der letzten 140 Jahre einzulesen, wird das wohl auch so bald nicht passieren. :p)

Chez Geek

  • Oct. 3rd, 2010 at 8:41 PM
Kalifornien
Heute habe ich schweren Herzens auf den letzten Tag des Musikfestivals verzichtet und damit auch auf die einzigartige Chance, direkt vor meiner Haustüre und umsonst einen Blick auf Elvis Costello, Patti Smith oder die Tochter von Johnny Cash zu werfen.
Aber ach, ich hatte keine Gelegenheit, das lange zu bereuen, denn die Alternative, der SF-Games-Spieleabend, war alles, was sich das Geekherz nur wünschen kann.
Gespielt habe ich eine schnelle Partie Guillotine (verloren), eine sehr lange Runde Agricola (meine erste und gleich gewonnen!!) und zum Abschluss noch irgend ein kleines Kartenspiel, in dem es um das Mischen von Zaubertränken ging und das ich gleich schon wieder halb vergessen habe. [Edit: Es handelte sich um "Wie verhext!", einen österreichischen(!) Kandidaten zum Spiel des Jahres 2008.]
Aber das ist noch nicht mal das wesentliche; viel wichtiger ist es, dass ich stundenlang mit netten Leuten interagiert habe, dass ich mich viel unterhalten konnte, dass man sich für mich interessiert hat -- und dass ich ganz allgemein endlich wieder mein Bedürfnis nach geekiger, nerdiger Gesellschaft stillen konnte. Einer der Mitspieler hatte gar Deutsch gelernt, zwei weitere konnten Satzglieder und phonetische Phänomene korrekt benennen, und alle hatten so viel Ahnung von Spielen! Es ist ja nicht so, als ob ich an der Uni nicht von haufenweise Intellektuellen umgeben wäre, aber es macht ja so viel mehr Spaß, wenn Leute ihre großen Gehirne darauf verwenden, Unfug zu lernen und zu reden.
Der krönende Abschluss des Abends war aber, dass ich noch durch die halbe Stadt gefahren worden bin und auf dem Nachhauseweg (Nachhauseumweg eigentlich, denn an sich wohne ich nur zwei Blocks vom Spiellokal) noch die örtlichen Aussichtspunkte und einen besonders bemerkenswerten Eissalon (Durian-Eis!!!) gezeigt gekriegt habe.
Und als wäre das alles noch nicht genug, habe ich auch von vier Jungs die Telefonnummern bekommen und bin herzlich eingeladen, zu den nächsten Stammtischen wieder aufzutauchen (und ein paar andere Freizeitunternehmungen sind mir auch in Aussicht gestellt worden).

Das sollte mir eine Lehre sein. Note to self: wenn man in der Fremde schnell Freunde finden will, sollte man sich immer zuerst an Geeks wenden. (Wie schade, dass es in Australien einfach im Umkreis von 300km keine gegeben hat.)

Guitar Hero(ine)

  • Oct. 2nd, 2010 at 7:10 PM
Kalifornien
Wenn das Konzerterlebnis von gestern auch eindeutig nicht mit meinen diesjährigen Musikhöhepunkten (der Mann mit dem Hut und der Mann mit der Querflöte) mithalten kann, die heutige Ikonenschau spielt sehr wohl in der gleichen Liga:


...und weil Joan Baez so ungleich viel toller ist als Hammer, bin ich auch nicht annähernd so nahe herangekommen. Aber wirklich, die kleine Figur da mit der Gitarre, das ist sie. Und ich konnte sie besser hören als sehen. :)

Stop -- Hammertime!

  • Oct. 1st, 2010 at 4:21 PM
Kalifornien
Ihr kommt ja nie drauf, wen ich heute zum Auftakt des UmsonstmusikimParkbeimirvorderTürFestivals gesehen habe. Nie. Bestimmt nicht.


Und auf der Straße erkannt hättet Ihr ihn auch nicht. Er hatte nämlich einen ganz normalen schwarzen Anzug an. Mit ganz normaler Hose, nix ungewöhnliches dran. Schritt an der richtigen Stelle und alles.


Dieser nette junge Mann ist MC Hammer. Richtig, genau der, mit den Hosen und der Addams Family.

An seinen Backgroundtänzerinnen hätte man ihn aber erkannt: die sehen noch genau so aus, wie vor 20 Jahren,komplett mit Radlerhosen und Neonfarben:


Die Musik ist im übrigen immer noch so fragwürdig wie vor 20 Jahren. Aber Spaß hatte ich trotzdem jede Menge; und überhaupt hat das Ganze ja nur eine halbe Stunde gedauert. Ich könnte zwar nicht behaupten, dass das in der gleichen Liga spielt wie meine diesjährigen Ikonen-Besichtigungen mit Ian Anderson und Leonard Cohen, aber dafür habe ich das beste Popping meines bisherigen Lebens gesehen. Michael Jackson kann sich ruhig im Grab umdrehen, aber so geht ein Backslide! Das war allerdings nicht von Hammer selber, sondern von seiner Begleitung, aber er selber ist für sein Alter auch noch sehr locker in den Hüften.

Das Tollste war allerdings, dass die örtlichen Schulen dafür offenbar einen Wandertag haben springen lassen: der Platz unmittelbar vor der Bühne war für Schulklassen reserviert, und am Weg waren dutzende Schulbusse geparkt. Die Kinder waren auch völlig begeistert und sind total mitgegangen -- und dabei hatte Hammer doch alle seine Hits Jahre vor deren Geburt.
So'n Spaß!

Back Issues

  • Sep. 28th, 2010 at 6:15 AM
Kalifornien
Heh. Es wird wirklich Zeit für ein Update, nicht wahr? Aber die Tage sind immer so lang und abends bin ich immer so müde... Heute dürfte tatsächlich der erste Tag sein, an dem ich einen normalen Tagesrhytmus hinlege: Gegen 7 aufgestanden, kein Mittagsschlaf o.ä., und jetzt um 21h noch halbwegs munter. Heute war ich aber auch nett zu mir und habe mich geschont; seit ich um halb 4 von der Uni zurückgekommen bin, habe ich nur gemütlich rumgesessen und sonst nix weiter gemacht. Und das ist auch nötig, denn meine Beine und Füße lassen mich die Spazierorgien der letzten Tage ordentlich spüren. Wäre ich nicht schon so lange aus Wuppertal weg, hätte ich mit den berüchtigten Hügeln von San Francisco wohl weniger Probleme, aber die Entfernungen sind halt immer noch wesentlich größer als in Ronsdorf oder Graz. Und so habe ich dem schönsten Sonnenschein (und der durchaus sommerlichen Hitze) getrotzt, war nicht im Park, nicht am Strand und auch nicht Sightseeing. Lediglich zu einem Studentenausweis, einer kleinen Campustour (wo ist der Hörsaal von morgen früh?) und etwas Papierkram habe ich es gebracht. Und jetzt lade ich mal ein paar Bilder für Euch hoch. Schaut Euch die alten Einträge der letzten Tage noch mal an!

The accidental tourist

  • Sep. 26th, 2010 at 10:40 PM

A Walk in the Park

  • Sep. 25th, 2010 at 8:15 PM
Kalifornien
Mein Mammutprojekt für heute: die Erkundung des Golden-Gate-Parks. Und weil der wirklich groß ist, bin ich mit dem Bus zum Ostende des Parks gefahren und von dort aus in Mäandern zurückgelaufen. Es war großartig, aber gleichzeitig eine ganz schön blöde Idee: bis ich wieder annähern in die Gegend meiner Nachbarschaft gekommen war, taten mir nicht nur ganz schön die Füße weh, sondern ich hatte auch einfach keine Lust mehr, mich noch mit den weiteren Attraktionen zu beschäftigen, an denen ich vorbeigekommen bin; dabei wäre da durchaus noch ein Gratisfreiluftfestival herauszuholen gewesen, und mehr Parkbänke, Blumenbeete und Ententeiche sowieso.
Aber was habe ich gemacht, nachdem ich Zuhause ein bisschen ausgespannt hatte? Genau. Ich bin noch zum Sonnenuntergang am Strand spazieren gegangen. Weil nichts besser ist für müde Füße, als mit ihnen durch den Sand zu stapfen und sie dann in kaltes Salzwasser zu halten. :p Speziell, wenn man sich vorher vielleicht noch mit einem Bubble Tea gestärkt hat... zum Glück habe ich einen Teashop gleich um die Ecke! :) http://www.yelp.com/biz/the-sweet-house-san-francisco#query:jelly%20bean%20factory *glück*

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